Staffel 2

The UnleashPeople Podcast Episode 2

Talent Sourcing und KI mit Alexandru Badaluta (en)

In der zweiten Folge des The UnleashPeople-Podcasts begrüßen Ina und Christian erneut den Sourcing-Experten Alexandru Badaluta, um das aktuellste Thema der Branche anzugehen: Künstliche Intelligenz. Alexandru geht über die Befürchtung hinaus, dass KI den Beruf des Sourcers überflüssig machen könnte, und argumentiert, dass KI am besten als leistungsstarker Assistent betrachtet werden sollte, der Sourcing von schwerer administrativer Arbeit befreit.

Wir untersuchen praktische Workflows für die Integration von KI in euren Arbeitsalltag, von der Erstellung boolescher Zeichenfolgen und Scorecards bis hin zum Verfassen hyper-personalisierter Nachrichten. Das Gespräch nimmt jedoch auch eine kritische Wendung, wenn es darum geht, wo KI derzeit noch versagt. Alexandru und die Moderatoren diskutieren die Grenzen von „Matching“-Algorithmen, die sich eher auf Schlüsselwörter als auf den Kontext stützen, die Gefahren von Verzerrungen in generativen Modellen und die Skepsis gegenüber vollständig automatisierter „Agentic AI“. Hört rein und erfahrt, wie ihr KI nutzen könnt, um effizienter zu werden, ohne dabei die Empathie und das kritische Denken zu verlieren, die gutes Recruiting ausmachen.

Die 5 wichtigsten Erkenntnisse

  • KI dient der Effizienz, nicht dem Ersatz
    Anstatt den Recruiter zu ersetzen, liegt der Hauptnutzen der KI derzeit in der Automatisierung administrativer Aufgaben. Durch den Einsatz von KI zur Strukturierung von Feedback, zur Transkription von Anrufen und zur Analyse von Marktdaten können Recruiter Zeit zurückgewinnen, um sich auf die menschlichen Aspekte ihrer Arbeit zu konzentrieren.
  • Matching-Algorithmen lassen den Kontext außer Acht
    Aktuelle KI-Tools zur Überprüfung von Lebensläufen haben oft Schwierigkeiten, zwischen relevantem Kontext und einfachen Stichwortübereinstimmungen zu unterscheiden. Beispielsweise könnte eine KI einen Kandidaten aufgrund von Stichwörtern als perfekt geeignet einstufen, ohne zu berücksichtigen, dass seine Erfahrung aus einem kurzen Praktikum und nicht aus einer leitenden Position stammt.
  • Der „Human in the Loop” ist unerlässlich
    Die Automatisierung des gesamten Prozesses ohne Aufsicht ist gefährlich. Aufgrund der inhärenten Vorurteile in den Daten und der Sensibilität der persönlichen Informationen in Lebensläufen ist eine menschliche Überprüfung erforderlich, um faire Bewertungen und die Einhaltung von Vorschriften wie dem EU-KI-Gesetz zu gewährleisten.
  • Personalisierung statt Massenautomatisierung
    Während eine vollständig automatisierte „Agentic AI” die Gefahr birgt, Kandidaten mit generischen Spam-Mails zu überschwemmen, kann KI effektiv eingesetzt werden, um personalisierte Kontaktaufnahmen zu erstellen. Indem sie einem Bot konkrete Beispiele für erfolgreiche Nachrichten zur Verfügung stellen, können Recruiter viel schneller einzigartige, hochwertige Nachrichten für Kandidaten erstellen, als wenn sie diese von Grund auf neu schreiben würden.
  • Aufgaben aufteilen für bessere Ergebnisse
    Anstatt die KI zu bitten, auf Anhieb „den perfekten Kandidaten zu finden“, führt es zum Erfolg, den Prozess in kleinere Schritte zu unterteilen – wie beispielsweise Kompetenzen erstellen, boolesche Zeichenfolgen generieren oder Erfahrungsblöcke zusammenfassen. Dieser modulare Ansatz überwindet die Einschränkungen von Token-Fenstern und „faulen“ KI-Ergebnissen.


Falls ihr euch die Folge einfach nur anhören wollen, hier sind die Links:

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