In der vierten Folge des The UnleashPeople Podcast sprechen die Hosts Ina und Christian mit Linh Grethe, einer sehr bekannten HR-Persönlichkeit und der Gründerin des HR Collectives. Linh teilt die Entstehungsgeschichte ihrer Community, die sie vor genau drei Jahren ins Leben rief, nachdem sie sich in ihrer eigenen HR-Rolle einsam fühlte und feststellte, dass bestehende HR-Netzwerke oft zu traditionell oder inaktiv waren.
Das Gespräch befasst sich eingehend mit der Bedeutung von modernem Networking im HR-Bereich. Es wird betont, dass ein echtes Netzwerk weit über oberflächliche Kontakte hinausgeht, es ist ein essenzielles Instrument zur Weiterentwicklung, um aus den Erfolgen und Misserfolgen von Kolleg:innen zu lernen und zu verhindern, dass HR-Expert:innen das Rad immer wieder neu erfinden müssen. Das Trio diskutiert das historische Stigma von HR als isoliertes, administratives Silo (oft symbolisiert durch die schwere, geschlossene Tür im Keller, hinter der die Gehaltsabrechnung stattfindet) und die dringende Notwendigkeit, diese Barrieren intern wie extern abzubauen.
Zudem werden die besonderen Herausforderungen beleuchtet, mit denen HR konfrontiert ist: Etwa die Tendenz, sich hinter dem Vorwand der "Vertraulichkeit" zu verstecken, anstatt externe Hilfe zu suchen, sowie die Schwierigkeit, Budgets für das eigene Learning und Development zu sichern. Darüber hinaus unterstreicht die Episode, dass HR lernen muss, die Sprache des Business zu sprechen und die operativen Grundlagen perfekt zu beherrschen, bevor neue, schicke Tools gefordert werden. Hört rein und erfahrt, wie ihr ein internes und externes Netzwerk aufbaut, einen überzeugenden Business Case für HR-Initiativen erstellt und die "HR-Bubble" endlich hinter euch lasst!
Die 5 wichtigsten Erkenntnisse
- Community ist essentiell für Wachstum
Networking sollte niemals nur oberflächlich sein. Der Austausch in einer Community ermöglicht es HR-Expert:innen, reale Praxisfälle zu teilen, gemeinsame Schmerzpunkte zu verstehen und Lösungen zu finden, ohne jedes Problem von Grund auf neu lösen zu müssen. - Das Stigma der "geschlossenen Tür" brechen
Historisch gesehen war HR oft in verschlossenen Räumen mit administrativen Aufgaben versteckt. Modernes HR muss aktiv die Komfortzone verlassen, die Bürotür offen lassen (buchstäblich und im übertragenen Sinne) und proaktiv Beziehungen zu anderen Abteilungen (wie der IT) aufbauen, um Vertrauen, Transparenz und Nahbarkeit zu fördern. - Vertraulichkeit sollte Networking nicht verhindern
Obwohl HR mit hochsensiblen Mitarbeiterthemen umgeht, sollte dies keine Ausrede sein, um sich dem Networking zu entziehen. Durch die Schaffung vertrauensvoller "Safe Spaces" mit echten Gleichgesinnten können HR-Expert:innen Best Practices und Herausforderungen teilen, ohne dabei die Vertraulichkeit zu verletzen. - Die Sprache des Business sprechen
HR kommuniziert oft in seiner eigenen Blase und präsentiert Metriken (wie reine TA-Dashboards), die für die Führungsebene wenig aussagekräftig sind. Um vom Leadership-Team ernst genommen zu werden und Budgets zu sichern, muss HR lernen, seine Daten durch effektives Storytelling in die Sprache des CEOs und CFOs zu übersetzen und solide Business Cases zu bauen. - Die Basics beherrschen vor dem "Fancy" Stuff
Man kann keine coolen neuen Projekte oder schicken Tools erfolgreich im Unternehmen implementieren, wenn die grundlegenden HR-Prozesse (wie Gehaltsabrechnung und Datenpflege) noch fehlerhaft sind. HR muss sicherstellen, dass die Basisoperationen fehlerfrei laufen, um sich als Experte zu positionieren und die nötige Glaubwürdigkeit für größere, strategische Ressourcenforderungen aufzubauen.
Falls ihr euch die Folge einfach nur anhören wollen, hier sind die Links: