Staffel 2

The UnleashPeople Podcast Folge 6

KI im Bewerbungsprozes mit Leandro Gomes da Silva (en)

In der sechsten Folge des The UnleashPeople Podcast sprechen die Hosts Ina und Christian mit Leandro Gomes da Silva. In dieser hochaktuellen Folge befassen sich die Drei mit der sich schnell verändernden Landschaft der Künstlichen Intelligenz (KI) im Recruiting.

Die Diskussion untersucht das moderne Phänomen, dass Kandidat:innen KI-Agenten nutzen, um sich massenhaft auf hunderte von Stellen zu bewerben, und die überwältigenden Herausforderungen, die dies für Personalverantwortliche mit sich bringt. Leandro schlüsselt die inhärenten Fehler des traditionellen Lebenslaufs (CV) auf, ein veraltetes Konzept, das ursprünglich von Leonardo da Vinci erfunden wurde, und enthüllt die harte Wahrheit darüber, wie Bewerbermanagementsysteme (BMS/ATS) die Daten von Bewerber:innen tatsächlich verarbeiten.

Darüber hinaus taucht diese Folge tief in die Frage ein, wie Recruiter:innen ihre Rolle zu datengetriebenen Berater:innen weiterentwickeln müssen, um realistische Erwartungen mit den Hiring Manager:innen abzustimmen, und warum der “Human in the loop” weiterhin der ultimative Schlüssel zum Erfolg bleibt. Egal, ob ihr einen neuen Job sucht und versucht, hinter die ganzen Fake News von sogenannten Bewerbungscoaches zu blicken, oder HR-Profis seid, die die KI-Welle navigieren, diese Folge steckt voller praktischer Ratschläge, historischer Besonderheiten und Insider-Infos.

Die 5 wichtigsten Erkenntnisse

  • Der traditionelle Lebenslauf ist ein veraltetes Konzept
    Das CV-Format wurde tatsächlich vor Jahrhunderten von Leonardo da Vinci erfunden und ist heutzutage im Grunde ein rein „selbstberichteter Artikel“. Da Kandidaten ihre eigenen Fähigkeiten subjektiv bewerten, macht es dies fast unmöglich, einen Lebenslauf zu standardisieren oder ihn als uneingeschränktes Maß der Dinge zu betrachten.
  • Einfache Formatierung schlägt das ATS
    Trotz des Hypes um KI verlassen sich viele Unternehmen auf Standard-Parsing-Technologien, die Probleme mit komplexen Formatierungen haben. Kandidat:innen sollten kreative, mehrspaltige Layouts vermeiden; wenn sie sich an einen einfachen, einspaltigen Lebenslauf halten, stellen sie am ehesten sicher, dass die Daten vom System korrekt gelesen und kategorisiert werden.
  • KI-Übertreibungen werden in Interviews leicht entlarvt
    Während KI es Kandidat:innen ermöglicht, ihre Lebensläufe zu optimieren und sich in großem Maßstab zu bewerben, ist das Aufblähen der eigenen Fähigkeiten eine riskante Strategie. Recruiter:innen nutzen spezifische „Knockout-Fragen“ oder „Start-Fragen“ in den ersten Gesprächen. Alle, die KI benutzt haben, um ihre Expertise vorzutäuschen, werden bei der ersten menschlichen Interaktion schnell durchfallen, was letztendlich nur die Zeit aller Beteiligten verschwendet.
  • Recruiter:innen müssen als Berater:innen agieren
    Der Arbeitsmarkt leidet unter überzogenen Erwartungen auf beiden Seiten, Kandidat:innen übertreiben ihre Fähigkeiten und Unternehmen schreiben unrealistische Stellenanzeigen. Recruiter:innen sollten Daten und Insights nutzen, um sich hervorragend auf Kick-off-Gespräche mit Hiring Manager:innen vorzubereiten. So können sie als Spezialist:innen agieren, Stakeholder richtig beraten und realistische, zielgerichtete Stellenanzeigen formulieren.
  • KI hebt die schwächsten Performer am meisten an
    Während KI eine Bereicherung für Top-Performer ist, zeigen Studien, dass sie den größten Einfluss auf Produktivität, Effizienz und Qualität bei den unteren 50 % der Belegschaft hat. KI sollte als wertvoller Sparringspartner betrachtet werden, aber einen “Human in the loop” zu behalten, ist absolut entscheidend, um die KI-Ergebnisse kritisch zu bewerten und die Einstellungsqualität hoch zu halten.


Falls ihr euch die Folge einfach nur anhören wollen, hier sind die Links:

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